Futter und Ernährung

In der Natur ernährt sich P. laticauda von diversen Insekten und Gliederfüßer. Auch reifes Obst, Pollen und Nektar gehören zum Ernährungsspektrum der Tiere.

In der Haltung ist es wichtig, ein möglichst umfangreiches Futterangebot sicherzustellen. Eine einseitige Ernährung führt oftmals zu Mangelerscheinungen, die durch Vitamin- bzw. Mineralstoffpräparat nur bedingt aufgefangen werden können. Außerdem ist dafür Sorge zu tragen, dass verwendete Futtertiere selbst über eine angemessene Versorgung verfügen. Durch den Verzehr hochwertiger Futtertiere, die selbst mit ausreichend Nährstoffen versorgt wurden, erhält auch der Pflegling die optimale Nährstoffversorgung.

Daher gilt: sämtliche Futtertiere sollten nach dem Erwerb in extra für sie vorgesehene Behälter untergebracht werden. Als möglichst ausbruchsicher und komplikationslos haben sich Plastikbehälter erwiesen, in deren Deckel ein Loch hineingeschnitten wurde, um dies mit engmaschiger Gazu zu verschließen.
Faunarien, wie man sie im Handel erwerben kann, eignen sich für die Unterbringung der überaus kleinen Futtertiere nicht. Diese können oftmals durch die Lüftungsschlitze entkommen. Auch hier empfiehlt es sich also etwaige Öffnungen mit entsprechender Gaze zu verschließen. Dies ist meist aufwändiger als die erwähnte Plastikbox-Variante.


Folgende Tiere eignen sich zum Verfüttern:

Außerdem folgendes Obst:

  • selbst gemachter Mangobrei
  • selbst gemachter Bananenbrei
  • zerstoßene Blütenpollen
  • frisches Obst (Mangostückchen, süße Orangenstückchen, süße Wassermelone)
  • Babygläschen in Maßen (kein Apfel, da zu säuerlich)

    Siehe auch:

Die im Handel oftmals beworbenen ‚Jellys‘ eignen sich nicht zur ausgewogenen Ernährung, da sie zum überwiegenden Teil aus Zucker bestehen. Da P. laticauda ausgesprochene Schleckermäuler sind, kann man mit diesen Dingen ihnen aber zu außergewöhnlichen Anlässen eine kleine Freude bereiten, wenn man dies denn möchte. Zum generellen Speiseplan sollten ‚Jellys‘ jedoch nicht gehören.

Frischer Obstbrei mundet den kleinen Schleckermäulern besonders gut.

Eine überaus detailierte Liste über Schädlingspotential, Lautstärke, Nährwert und Unterbringung diverser Futtertiere findet sich auf madcham.de. Zwar behandelt die Website Chamäleons, da ihr Speiseplan sich teilweise mit dem von P. laticauda deckt, eignet sich die verlinkte Liste sehr gut, um detailreichere Informationen zu den einzelnen Futtertieren zu erhalten.

Wie oft muss gefüttert werden?

Für erwachsene Tiere empfiehlt sich eine Fütterung von 2-3 Mal pro Woche, im Verhältnis von zwei Mal tierische und ein Mal pflanzliche Nahrung.
Als Durchschnittsmenge und Richtwert empfiehlt P. Krause in seinem Buch („Der Goldstaub-Taggecko“, 2004, Natur und Tier – Verlag GmbH): „Hauptkomponente der Fütterung mit tierischen Bestandteilen sind Grillen und Heimchen in einer Größe von 10 – 15mm, von denen pro Fütterung und Tier etwa drei Stück angeboten werden.“

Wasserversorgung

Den Tieren genügt das Wasser, welches nach dem Beregnen in einzelnen Tropfen auf Glasflächen und Blätter zu finden ist. Besonders beliebt sind Trinkmöglichkeiten in Blattachsen von Sansverien oder jungen Drachenbäumen. Eine dauerhaftes Wasserangebot benötigen sie daher nicht.
Sollte man, der Beregnungsanlage zuliebe, auf kalkreiches Wasser verzichten, sollte darauf geachtet werden, die Kalkversorgung anderweitig sicherzustellen. Dies ist durch die Zugabe entsprechender Präparate möglich. Auch das dauerhafte Angebot einer Sepiaschale eigenet sich sehr gut.

Mineralien

Es empfiehlt sich, auch bei der Verfütterung gut versorgter Futtertiere, auf eine Zugabe von Mineralien nicht zu verzichten. Am einfachsten ist dies durch die Bestäubung der Futtertiere möglich. Als Mineralstoff-Präparat bevorzugt P. Krause Amivit-R der Firma E.N.T. Ich selbst habe mit Korvimin ZVT+ Reptil gute Erfahrungen machen können.

Ein dauerhaftes Angebot von Mineralien über eine Sepiaschale ist empfehlenswert und leicht zu bewerkstelligen.

Zusätzlich ist das dauerhafte Angebot einer Sepiaschale empfehlenswert. Sepiaschalen sind die Skelette von Sepien (Tintenfischart), diese lassen sich einfach mit einem Teelöffel zu feinem Pulver abschaben. Dieses Pulver lässt sich in einem kleinen Behälter recht einfach dauerhaft anbieten.

Tipps zur Fütterung

Es ist empfehlenswert Grillen und Heimchen in geleerten und gesäuberten Joghurtbechern anzubieten, da sie dazu neigen, sich auch in den kleinsten Ritzen und Spalten zu verstecken oder auch einzunisten. Es gibt verschiedene Berichte über ungewollte Heimchenporpulationen hinter Terrarienrückwände. Angeboten in einem blickdichten Becher können sie die glatten Wände nicht hochklettern. Microheimchen sind außerdem nicht in der Lage hoch genug zu springen, sodass ein Entkommen unmöglich ist.

Geleerte und gereinigte Joghurtbecher eignen sich wunderbar als Verfütterungsbehälter von Heimchen und Grillen

Drosophilia und andere Futtertiere kann man hingegen guten Gewissens einfach im Terrarium aussetzen. Dies fördert zudem den natürlichen Jagdtrieb der Phelsumen und ist interessant zu beobachten.

Brei und frische Obststückchen kann man in kleinen Bechern oder Plastikkappen anbieten. Manche Tiere lassen sich sogar auf diese Weise aus der Hand füttern.

Siehe auch:

>> schwarze Soldatenfliege

>> Drosophila melanogaster

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